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Bergwaldbrand bei Oberwössen: Nachlöscharbeiten verlaufen weiter planmäßig
Wärmequellen gehen kontinuierlich zurück – Rund 50 Einsatzkräfte erneut im Steilhang im Einsatz
Unterwössen, Oberwössen. Die Nachlöscharbeiten beim Bergwaldbrand im Bereich der Hochwand nahe der Lackenbergwand wurden auch in der Nacht zum Sonntag (2. August) planmäßig fortgeführt. Einsatzkräfte überwachten den Brandbereich kontinuierlich und kontrollierten die Lage mit Unterstützung einer Wärmebilddrohne. Wie bereits in den vergangenen Nächten kam es vereinzelt zu Rauchentwicklungen und kleineren Feuerbildungen. Eine Ausbreitung des Brandes oder eine stärkere Flammenentwicklung wurde jedoch nicht festgestellt.
Um 8 Uhr fand die erste Lagebesprechung des Tages mit Vertretern der Örtlichen Einsatzleitung, der Gemeinde, der örtlichen Feuerwehren, der Bergwacht und der Polizei statt. Für den heutigen Einsatztag sind rund 50 Einsatzkräfte vorgesehen. Der Schwerpunkt liegt erneut auf den aufwendigen Nachlöscharbeiten im steilen und schwer zugänglichen Gelände. Dabei werden die verbliebenen Glutnester mit Handwerkzeugen geöffnet, freigelegt und anschließend gezielt abgelöscht.
Die Auswertung der Drohnenaufnahmen aus der Nacht bestätigt den bisherigen Einsatzerfolg. Die Zahl der Wärmequellen ist erneut zurückgegangen. Dies zeigt, dass die gewählte Einsatztaktik wirkt und die intensive Arbeit der vergangenen Tage zunehmend Erfolg zeigt.
„Auch in der vergangenen Nacht hat sich bestätigt, dass wir mit unserer Strategie richtig liegen. Es gibt weiterhin einzelne Rauchentwicklungen und kleinere Feuerstellen, eine Ausbreitung ist jedoch nicht festzustellen. Die Zahl der Wärmequellen nimmt kontinuierlich ab. Jetzt gilt es, die verbliebenen Glutnester konsequent und sorgfältig abzuarbeiten“, erklärt der Örtliche Einsatzleiter und Kreisbrandrat Christof Grundner.
Besonders gefordert sind weiterhin die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Oberwössen und Unterwössen. Sie stehen heute bereits im fünften Einsatztag und leisten gemeinsam mit den unterstützenden Kräften von Feuerwehr, Bergwacht und Bayerischer Polizei unter schwierigen Bedingungen körperlich und mental anspruchsvolle Arbeit.
Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Oberwössen, Korbinian Mühlberger, würdigt den Einsatz aller beteiligten Kräfte: „Ich bin stolz auf unsere Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner sowie auf die Einsatzkräfte der Bergwacht und der Polizei. Viele stehen heute bereits den fünften Tag in Folge unter körperlich und mental äußerst fordernden Bedingungen im Einsatz. Im steilen Gelände, bei großer Hitze und oft nur mit Handwerkzeugen leisten sie eine Arbeit, die kaum jemand von außen wahrnimmt, die aber entscheidend für den Einsatzerfolg ist. Jeder geöffnete und abgelöschte Glutstock bringt uns dem Einsatzziel ein Stück näher. Dieses Engagement, die hohe Professionalität und der starke Zusammenhalt aller Organisationen verdienen höchsten Respekt. Dafür möchte ich allen Einsatzkräften von Herzen danken.“
Unterwössens Bürgermeister Johannes Weber sagt am Sonntagvormittag: „Die vergangenen Tage haben gezeigt, dass wir uns auf unsere Einsatzorganisationen jederzeit verlassen können. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig leistungsfähige örtliche Feuerwehren und die Bergwacht für eine Gemeinde im Alpenraum sind. Dieses Ereignis hat uns allen vor Augen geführt, welchen unschätzbaren Wert ehrenamtliches Engagement für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger hat. Dafür bin ich außerordentlich dankbar.“
Für die Bevölkerung besteht weiterhin keine unmittelbare Gefahr. Die Betretungs- und Befahrungsverbote im Bereich der Lackenbergwand bleiben bestehen. Die Einsatzkräfte bitten die Bevölkerung weiterhin, das Einsatzgebiet weiträumig zu meiden, damit die Nachlöscharbeiten sicher und ohne Behinderungen fortgesetzt werden können.
Über wesentliche Veränderungen der Lage informieren die Gemeinde Unterwössen und die Pressestelle des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein fortlaufend. Die Pressestelle ist zudem rund um die Uhr unter +49 8621 9009095 als Bürgertelefon erreichbar.
Zum Einsatz im Bereich der Schnappenkirchen zwischen Staudach-Egerndach und Marquartstein
Bergwaldbrand am Schnappenberg:
Lage über Nacht ruhig – Kontrollmaßnahmen werden fortgeführt
Staudach-Egerndach, Marquartstein. Die Nacht von Samstag auf Sonntag verlief im Bereich des Bergwaldbrandes zwischen Schnappenkirche und Luchsfellwand am Schnappenberg weitgehend ruhig. Lediglich an einem Wurzelstock kam es erneut zu einer leichten Rauchentwicklung. Die eingesetzte Nachtwache konnte die Situation umgehend kontrollieren und die Glutstelle gezielt ablöschen.
Am Sonntag (02. August) wird die bisher aufrechterhaltene permanente Brandwache auf engmaschige Kontrollmaßnahmen umgestellt. Gleichzeitig werden die eingesetzten Angriffswege schrittweise zurückgebaut und die vorgehaltenen Einsatzmittel sowie die Versorgung der Einsatzkräfte – soweit erforderlich – angepasst und ergänzt. Über den Tag verteilt sind hierzu noch bis zu 15 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Marquartstein, Staudach-Egerndach und Grassau eingebunden.
Auch in den kommenden Tagen bleibt die Brandstelle unter Beobachtung. Hierzu werden mehrmals täglich Kontrollgänge durchgeführt, um mögliche erneute Glutentwicklungen frühzeitig zu erkennen und ein Wiederaufflammen des Feuers auszuschließen.
Der betroffene Bereich im Einsatzgebiet soll weiterhin von Wanderern und Bergsportlern gemieden werden. Aufgrund der schwierigen Geländeverhältnisse, möglicher Glutnester und der laufenden Kontrollmaßnahmen besteht weiterhin ein Betretungsverbot im unmittelbaren Einsatzbereich. Die Einsatzkräfte bitten um Verständnis und darum, die Absperrungen und Hinweise vor Ort zu beachten.
Text
Hubert Hobmaier, Stefan Lohwieser
Örtliche Einsatzleitung
Presse- und Medienarbeit
Bilder
Wolfgang Gasser, Franziska Kornes, Stefan Lohwieser (Kreisfeuerwehrverband Traunstein)