03.08.2026
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Update zum Waldbrandgeschehen im Landkreis Traunstein

Oberwössen und Staudach-Egerndach stabil – Feuerschein unterhalb der Schnappenkirche

Landkreis Traunstein. Im Landkreis Traunstein laufen die Nachlöscharbeiten und Kontrollmaßnahmen an den beiden Bergwaldbrand-Einsatzstellen bei Oberwössen sowie im Bereich der Schnappenkirche bei Staudach-Egerndach weiterhin planmäßig. Die Lage zeigt sich insgesamt stabil. Dennoch kontrollieren die Einsatzkräfte die betroffenen Bereiche weiterhin engmaschig, um verbliebene Glutnester frühzeitig zu erkennen und ein Wiederaufflammen des Feuers zu verhindern. Die Gemeinde Unterwössen hat eine Allgemeinverfügung über ein Betretungsverbot erlassen. 


Zusätzlich kam es am Sonntagabend zu einem weiteren Feuerwehreinsatz im Bereich Windeck unterhalb der Schnappenkirche. Dort fielen während eines Gewitters innerhalb kurzer Zeit zwischen 20 und 30 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Darüber hinaus mussten die Feuerwehren Übersee, Reit im Winkl, Petting und Unterwössen zu mehreren kleineren Unwettereinsätzen ausrücken.


Für die Einsatzgebiete Oberwössen und Staudach-Egerndach sind auch in den kommenden Tagen weiterhin Drohnen- und Hubschrauberflüge vorgesehen. „Im Wesentlichen sind nach wie vor Material- und Aufklärungsflüge erforderlich“, betont Kreisbrandrat Christof Grundner. „Teilweise muss aber auch nochmals Wasser transportiert werden, um beispielsweise die Löschwasserbehälter im Berg aufzufüllen.“ Die Flüge werden zu unregelmäßigen Zeiten stattfinden.


Oberwössen
Nach Angaben des Kommandanten der Feuerwehr Oberwössen, Korbinian Mühlberger, sind Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Bayerischen Polizei und der Bergwacht weiterhin im Bereich der Hochwand bei Oberwössen im Einsatz. Der am Sonntagabend einsetzende Regen hatte nur geringen Einfluss auf das Brandgeschehen. Die Maßnahmen konzentrieren sich weiterhin auf die Suche nach verbliebenen Glutnestern sowie deren gezielte Ablöschung.


Die betroffenen Bereiche werden engmaschig kontrolliert, um ein mögliches Wiederaufflammen frühzeitig zu erkennen. Zusätzlich wurde der Brandbereich mit der Wärmebildkamera eines Hubschraubers der Bayerischen Polizei überprüft. Heute sind insgesamt 54 Einsatzkräfte vor Ort.


Die Gemeinde Unterwössen weist auf die sicherheitsrechtliche Allgemeinverfügung mit Betretungs- und Befahrungsverbot hin und bittet um deren Beachtung. Sie ersetzt die bisherige Allgemeinverfügung des Landratsamtes Traunstein und gilt für einen räumlich angepassten Bereich. Das Betreten und Befahren des gesamten Gebietes ist ab dem 3. August 2026, 14 Uhr, bis auf Weiteres verboten. Ausgenommen sind Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, beauftragte Privatunternehmen sowie die betroffenen Grundstückseigentümer.


Der Verbotsbereich umfasst die Feld-, Forst- und Wanderwege von der B305 in östlicher Richtung zur Lackenbergwand. Erfasst ist insbesondere auch der Feldweg zwischen dem Oberfeldweg und der Forststraße in Richtung Feldlahnalm. Die vollständige Allgemeinverfügung sowie eine Lagekarte sind auf der Homepage der Gemeinde Unterwössen unter der Rubrik „Aktuelle Informationen“ veröffentlicht.


Die Gemeinde Unterwössen hat das Betretungs- und Befahrungsverbot erlassen, um die Bevölkerung vor weiterhin bestehenden Gefahren im Bereich der Einsatzstelle zu schützen. Trotz der stabilen Lage können im betroffenen Gebiet weiterhin Gefahren durch verbliebene Glutnester, Steinschlag, umsturzgefährdete Bäume sowie durch die Arbeiten der Einsatzkräfte und den damit verbundenen Drohnen- und Hubschrauberbetrieb bestehen.


Die Einschränkung dient dazu, Personen vor möglichen Gefahren zu schützen und einen sicheren Ablauf der notwendigen Nachkontrollen und Einsatzmaßnahmen zu gewährleisten. Das Verbot bleibt bestehen, solange die Gefahrenlage dies erforderlich macht.


Unterwössens Bürgermeister Johannes Weber zeigt sich mit dem Fortschreiten der Arbeiten sehr zufrieden. „Es ist mir eine Herzensanliegen, mich im Namen der gesamten Gemeinde Unterwössen nochmals bei den vielen Helferinnen und Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz zu bedanken“, so der Rathauschef am Montagnachmittag.


Staudach-Egerndach
Nach Angaben des Kommandanten der Feuerwehr Staudach-Egerndach, Michael Sturm, wird der Brandbereich im Bereich der Schnappenkirche weiterhin regelmäßig kontrolliert. Bei der jüngsten Kontrolle wurden keine Auffälligkeiten festgestellt. Aufgrund der besonderen Lage im unwegsamen Bergwald geht der Kommandant davon aus, dass die Nachkontrollen noch mehrere Tage erforderlich sein werden, um mögliche verbliebene Glutnester frühzeitig zu erkennen.


Marquartstein
Während eines Gewitters am Sonntagabend (2. August) wurde gegen 20.30 Uhr im Bereich Windeck unterhalb der Schnappenkirche ein Feuerschein gemeldet. Feuerwehr und Bergwacht machten sich daraufhin umgehend auf den Weg zum gemeldeten Einsatzort. Zusätzlich überflog ein Hubschrauber den Bereich mit einer Wärmebildkamera.

Aufgrund der Meldung musste zunächst davon ausgegangen werden, dass in einem Steilhang unterhalb der Schnappenkirche ein weiterer Brand ausgebrochen war.


„Vor Ort konnten wir nach umfangreicher Suche jedoch keine Feuerstelle feststellen. Ein weiteres Eingreifen unserer Einsatzkräfte war deshalb nicht erforderlich“, berichtet Marquartsteins Kommandant Johann Troibner. Wodurch der gemeldete Feuerschein ausgelöst wurde, ließ sich nicht feststellen. Denkbar sind verschiedene Ursachen, beispielsweise ein Blitzschlag, eine kurzzeitige Lichtreflexion oder ein anderes optisches Phänomen. Eine eindeutige Ursache konnte jedoch nicht ermittelt werden. Gegen 23 Uhr konnte der Einsatz beendet werden. Hob

Text
Hubert Hobmaier
Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Bild
Feuerwehr Oberwössen
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