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In Traunstein jagte ein Höhepunkt den nächsten
Feuerwehr steht finanziell gut da – Michael Fraunhofer seit 40 Jahren Mitglied
Traunstein. Die Verantwortlichen der Feuerwehr Traunstein durften sich über eine gut besuchte Versammlung im Gasthaus Sailer Keller freuen. Die Rechenschaftsberichte verdeutlichten, dass die Mitglieder ein sehr reges Vereinsleben pflegen, bei dem im vergangenen Jahr ein Höhepunkt den nächsten jagte. Darüber hinaus wurde ein umfangreicher Kassenbericht vorgestellt, langjährige Mitglieder wurden geehrt und die Mitglieder aufgrund einer Beitragsanpassung um Abstimmung gebeten.
Ein ausführlicher Bericht über den aktiven Dienst folgt. „Beim ursprünglich am Maxplatz geplanten Tag der Feuerwehren im Zuge der Traunsteiner Jubiläumsfeierlichkeiten im vergangenen Jahr hat uns leider der Wettergott einen Strich durch die Rechnung gemacht“, informierte Vorstand Florian Scholz. Gleichzeitig zeigte er sich erfreut, „dass die Veranstaltung kurzfristig auf das Gelände des Feuerwehrhauses verlegt werden konnte und dennoch viele Besucher anzog“. Die historische Ausstellung, die eigens anlässlich der Feierlichkeiten „650 Jahre Stadtrechte“ vorbereitet worden war, blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück. Mit jeweils einem Getränkestand beim Krampuslauf der „Dobeboch Deifen“ sowie beim Gautrachtenfest konnte der Verein Einnahmen für die Vereinskasse generieren. Darüber hinaus brachte er seine Freude darüber zum Ausdruck, dass man sich als Patenfeuerwehr in Surberg mit zahlreichen Teilnehmern beteiligt habe und die Nachbarn bei vielen Arbeiten und Aufgaben rund um das Fest unterstützen konnte. Insgesamt bezeichnete Florian Scholz das Jahr 2025 als „sehr fordernd, in dem ein Höhepunkt den nächsten jagte“. Abschließend informierte er darüber, dass der Verein ein neues Hochregallager für die Garage der historischen Fahrzeuge angeschafft habe.
Ein gesellschaftlicher Höhepunkt nach dem anderen
Schriftführer Andreas Stromayer gab einen Überblick über das Vereinsgeschehen im vergangenen Jahr. Im Jahresverlauf zeigte sich die Feuerwehr auch abseits des Einsatzgeschehens äußerst aktiv und fest im gesellschaftlichen Leben verankert. Das Spektrum der Veranstaltungen reichte von der Christbaumaktion über eine Faschingsparty und die Jahreshauptversammlung bis hin zum traditionellen Florianitag. Darüber hinaus beteiligte sich die Wehr an zahlreichen Festlichkeiten in der Region, darunter die Feuerwehrfeste in Traunwalchen/Pierling, Taching und Otting sowie der Festabend und das Feuerwehrfest des Patenvereins Surberg.
Auch beim Frühlingsfest war die Feuerwehr präsent – sowohl mit einem Parkplatzdienst als auch beim Festzug. Weitere Höhepunkte waren die Teilnahme am Tag der Vereine beim Gautrachtenfest, der Tag der Feuerwehr mit einer einwöchigen Öffnung des Museums sowie die Festnacht bei der Brauerei Schnitzelbaumer. Ergänzt wurde das Jahresprogramm durch eine Brauereibesichtigung im Hofbräuhaus Traunstein, die Teilnahme an Gedenkveranstaltungen – etwa am Hohen Kreuz und zum Volkstrauertag – sowie durch den Krampuslauf.
Verein ermöglichte die Anschaffung eines UTV
Kassenwart Alexander Aschenbrenner gab einen umfassenden Überblick über die Vereinsfinanzen und das solide finanzielle Polster. Spenden sowie Einnahmen aus Veranstaltungen bildeten die Haupteinnahmequellen. Diese wurden unter anderem dafür verwendet, ein neues UTV („Utility Terrain Vehicle“), also ein kleines geländegängiges Fahrzeug, für die aktive Wehr zu beschaffen. Außerdem befindet sich derzeit ein Kühlanhänger in der Anschaffung, der ebenfalls mit Vereinsmitteln finanziert wird. Insgesamt wurde das Wirtschaftsjahr mit einem Rückgang des Kassenstandes abgeschlossen. Als weitere Tagesordnungspunkte standen zwei Abstimmungen auf der Agenda. Zunächst stimmten die Mitglieder mit großer Mehrheit für eine Anhebung der Mitgliedsbeiträge. In einer zweiten Abstimmung sprach man sich für einen Beitritt zum geplanten Verein der Ungarnhilfe Traunstein-Surberg aus, dessen Hauptakteure derzeit dabei sind, sich organisatorisch eigenständig aufzustellen.
Der Feuerwehrverein möchte diese Arbeit durch eine fördernde Mitgliedschaft weiterhin unterstützen. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung konnten zahlreiche Feuerwehrdienstleistende für ihr Engagement befördert und für langjährige Verdienste geehrt werden. Im aktiven Feuerwehrdienst wurden mehrere Mitglieder in höhere Dienstgrade erhoben. Zu Feuerwehrmännern beziehungsweise Feuerwehrfrauen ernannt wurden Ryan Berg, Jakob Gaukler, Sophia Handrik und Elias Laskowski.
Maximilian Schubert wurde zum Brandmeister ernannt
Den Dienstgrad Oberfeuerwehrmann beziehungsweise Oberfeuerwehrfrau erhielten Michael Biermaier, Antonia Gandl, Markus Heinzlmeier, Marco Kobelbauer, Kilian Laskowski, Nicolas Leikauf, Thomas Mühlberger, Martin Schmidt, Daniel Schreck, Andrej Sljunko und Dustin Titze. Zum Hauptfeuerwehrmann wurde Stefan Lehrberger befördert, Maximilian Schubert zum Brandmeister ernannt. Neben den Beförderungen standen auch Ehrungen für langjährige aktive Dienstzeit auf dem Programm. Für zehn Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurden Anton Brandmair, Helmut Moser, Thomas Mühlberger und Nadja Weih ausgezeichnet.
Eine besondere Würdigung mit dem „Goldenen Feuerwehrehrenzeichen“ für 40 Jahre aktiven Dienst erhielt Michael Fraunhofer. Für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst und das damit verbundene Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber des Freistaates Bayern wurden Christian Buchner, Christian Dandl, Stefan Lehrberger und Danny Paris geehrt. Auch die langjährige Treue zum Verein wurde gewürdigt: Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Johannes Thussbas, Daniela Färbinger, Christian Buchner, Stefan Lehrberger sowie Angelika Straßer, Bernhard Sonderhauser, Thomas Fenninger und Wolfgang Niedermeier ausgezeichnet. Für 40 Jahre Vereinszugehörigkeit wurde Michael Fraunhofer geehrt.
Lobende Worte fanden sowohl Traunsteins Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer als auch der Landtagsabgeordnete Dr. Martin Brunnhuber. Sie dankten den Vereinsmitgliedern insbesondere für ihr gesellschaftliches Engagement und die Förderung des Feuerwehrwesens. Kreisbrandinspektor Martin Schupfner zeigte sich unter anderem vom großen Einsatz der Vereinsmitglieder beeindruckt und richtete seinen Dank auch an alle Familienangehörigen, „die immer wieder auf euch verzichten müssen“.
Text und Bilder
Hubert Hobmaier
Kreisfeuerwehrverband Traunstein